Eine Klassenfahrt in Köln mit Colonia Aktiv

Kölner Fahrradtour

Während der warmen Monate im Jahr, vor den Sommerferien, planen viele Schulen ihre Klassenfahrten. Colonia Aktiv hatte im Juni 2014 das Glück, besonders viele Fahrradtouren im Rahmen von Ausflugstagen deutscher und internationaler Schulklassen aus Kerpen oder auch Texas zu organisieren.

Auch die Lateinklassen eines Gymnasiums aus Nordrhein-Westfalen kamen zu Besuch nach Köln, um römische Geschichte an Ort und Stelle der ehemaligen Colonia Claudia Ara Aggripinensium zu erfahren. Die 70 Gymnasiasten und 4 Lehrkräfte versorgten sich vorab mit Snacks und Getränken im Supermarkt am nahe gelegenen Eigelstein für das folgende kleine Picknick im Rheinpark während der Fahrradtour. Am Startpunkt, vor dem historischen Eigelsteintor, wurde die große Gruppe in vier Kleingruppen unterteilt. Jede Gruppe wurde von einem Stadtführer und einer Lehrkraft, die mit Warnweste ausgestattet als Schlussfahrer zur Sicherheit beitragen konnte, begleitet. Die erfahrenen Guides von Colonia Aktiv, darunter viele Lehramtsstudenten, unterwiesen Schüler und Lehrer im Umgang mit den rot-weissen Fahrrädern. Als alle Fahrräder individuell auf die Körpergröße der jungen Radler eingestellt waren, starteten die Gruppen in kurzem Abstand hintereinander.

Auf den Spuren des Imperiums durch Köln radeln

Erster Stopp der Schüler war die Eigelsteintorburg. Dort gab es eine kleine Einführung in die Stadtgeschichte Kölns und das “kölscheste” aller Veedel, dem bunten Eigelstein. “Eichelsteine, Cardo und Decumanus Maximus”, sowie die älteste Einkaufsstraße Europas faszinierten die Acht- und Neuntklässler, und auch die eine oder andere Lateinlehrerin hatte den römischen Ursprung im des Stadtbildes so noch nicht wahrgenommen. Dass Latein doch noch so viel mit der heutigen Sprache und den heutigen Namen von Orten und Straßen zu tun hat, war für viele überraschend. Das theoretisch erlernte aktiv zu erleben freute die wissbegieriegen Gymnasiasten ebenso wie das Vermitteln der Geheimnisse der Stadt auch den Guides Spaß macht! Weiter ging es über die Zoobrücke in Richtung Rheinpark. Zuerst wurde der atemberaubende Ausblick auf die Rheinmetropole genossen – danach das Picknick im Rheinpark. Gestärkt ging es weiter Richtung Süden.

Mit Kaiser Wilhelm auf Köln blicken

Klassenfahrt Köln

Am Kopf der Hohenzollernbrücke hatten die Schulklassen einen tollen Blick auf das berühmte Panorma der altehrwürdigen Altstadt Kölns. Die Guides erklärten den Schülern wo die Römerbrücke über den Rhein geschlagen wurde und dass sie sich gerade im einstigen Barbarengebiet befindet, der heutigen “Schääl Sick”. Dass Köln und Deutz heute so heißen und dass die Stadt dies den Römern zu verdanken hat, erstaunte die Jugendlichen. Auch wo das Kastell Divitia zur Römerzeit erbaut wurde, kann man von hier aus gut nachvollziehen. Weiter ging die Radtour vorbei am Kölner Dom und dem Römisch-Germanischen Museum zum Alter Markt.

Der Römische Hafen und die Kunst des Kloakenbaus

Am Alter Markt hielten die Schülergruppen direkt am Rathaus, wo die Ausgrabungen des römischen Praetoriums zu finden sind, inne und lauschten den Erzählungen der Guides. Von hier aus, wo heute noch Kölns Oberbürgermeister sitzt, regierte einst schon der römsiche Statthalter die Colonia. Den Schülern fiel auf, dass die “Regierungsbauten” und die alte Römerstadt auf einer kleinen Anhöhe, einer Flussterrasse, erbaut wurden. Die Guides erklärten, dass die Römer damals schon erkannten, dass der Rhein regelmässig über seine Ufer tritt. So machte man sich eben diese natürliche Erhebung zu nutze, um wichtigen Bauten vor dem regelmässigen Hochwasser zu schützen. Auch die hohe Ingenieurskunst der frühen Kölner findet sich im komplexen Netz der Wasser- und Abwasserleitungen wieder und begegnet den Radlern an einigen Stellen als sonst unbeachtete steinerne Übereste.

Auf dem Rückweg entlang des Rheinuferradwegs hielten die Gruppen am Alten Fischmarkt, um sich von den Guides nochmal die gefahrene Route über Brücken und durch Parks zeigen zu lassen. Entlang der alten Stadtmauer fuhren die Gruppen zurück zum Ladenlokal am Gereonswall, benannt nach einem von Kölns Stadtpatronen aus der Zeit des Imperiums.