Ich bin seit fast 30 Jahren immer wieder in Europa mit dem Rad und in Asien mit dem Rucksack unterwegs. Irgendwann begann ich als Reisejournalist darüber zu berichten. Ich bin oft bis zu zwei Monate im Ausland, danach gibt es immer viel zu erzählen. In der Welt auf Reisen – in Köln zu Hause.

Besonders, wenn man mit dem Fahrrad ein Land bereist, erlebt man die Dinge hautnah. Ich bin dann dem Regen, dem Wind oder der Sonne direkt ausgesetzt. Jeder Hügel und jede Steigung muss ich mir erradeln. Ich bin auch für jeden ansprechbar, dadurch, dass ich nicht durch getönte Glasscheiben und ein blickdichtes Blech von der Welt isoliert werde.

Beim Rucksackreisen ist dies ähnlich. Hinzu kommt, dass ich meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch das Land reise. Dies ist besonders in Asien ein unvergessliches Erlebnis. Der Kontakt mit Einheimischen ist ungezwungen und spontan. Jeder hat Zeit und viele sind neugierig. In Vietnam bin ich auch schon vier Wochen mit einem landestypischen Moped gereist. In meinen Filmen, Reiseberichten und Vorträgen möchte ich die Zuschauer und Leser dann in eine andere Welt mitnehmen.

Der Kölner und die Domtürme

Wie schaffe ich jetzt bloß eine Überleitung von meinen Reisen in der weiten Welt hin zum überschaubaren Köln? Ich versuche es mal so: Der Kölner ist ja bekanntermaßen weltoffen, gastfreundlich und immer für ein Schwätzchen zu haben. Er weiß wo er herkommt und hingehört – nämlich nach Köln am schönen Rhein. Wenn der Kölner aber mal von einer Reise heimkehrt und dann die Domspitzen sieht, weiß er: Hier ist meine Heimat; hier bin ich zu Hause. Mir geht es genauso, da ich in Köln geboren wurde und hier zu Hause bin.

Köln per Velo erfahren

In Verbindung mit meinen Erfahrungen und Aktivitäten als Reisejournalist ist es für mich nahliegend, dass ich in Köln Touristen meine Heimat zeige. Für eine Stadtführung ist das Fahrrad optimal geeignet. Mit dem Rad fahre ich gemeinsam mit den Gästen von Colonia Aktiv eine große Runde um die Altstadt herum. Köln ist in seiner über 2000 jährigen Stadtgeschichte sukzessive gewachsen und dadurch kulturell sehr vielfältig. Da man mit dem Fahrrad schnell die einzelnen Highlights gut erreicht, kann ich dies dann vor Ort gut demonstrieren. Die Tour bietet einen Einblick in die Zeit der Römer, der Preußen ins Mittelalter bis hinein in die heutige Zeit. Ich zeige den Gästen Kölner Rheinpanoramen, die „schääl Sick“, das grüne Köln, die „Tatortstadt“ Köln und vieles mehr. Ich erzähle von Agrippina über Konrad Adenauer bis zum Kölner Karneval einiges über die Besonderheiten dieser Stadt.

Der kleine Eindruck zählt

Wie so oft auf Reisen, Stadtbesichtigungen oder Besuchen bekommt man als Gast nur einen kleinen Eindruck davon mit, was außerhalb der Heimat passiert und sehenswert ist. So ist dies wohl auf für Köln-Besucher. Ich finde aber, dass ein Ort besonders in Erinnerung bleibt, wenn dieser schön anzusehen oder besonders interessant ist, oder wenn man dort herzlich empfangen wird. Als Fahrradguide möchte ich den Gästen von Colonia Aktiv nicht nur das interessante Köln, sondern auch auf die Willkommenskultur der Kölner zeigen. Ob Köln nun ein schöner Ort ist oder nicht, dass soll jeder selbst für sich herausfinden. Aber bekanntlich kommt Schönheit ja auch von innen… So bemühe ich mich auf jeder Stadtführung mit Witz und Wissen darum, dass viele Gäste die Stadt in guter Erinnerung behalten.

Euer Thomas Pfeiffer

Pssst: weitere Geschichten findet Ihr auf meiner Website unter www.radgeschichten.com